...ist eine jährliche Veranstaltung des Chaos Computer Clubs mit familiärer Atmosphäre für alle diejenigen, die sich dem Chaos Computer Club verbunden fühlen.
Seit dem ersten Easterhegg im Jahre 2001 in Hamburg gastiert das Event in jedem zweitem Jahr auswärts und wird dann von dem Erfa-Kreis oder aktiven Chaostreff der jeweiligen Stadt ausgerichtet.
...stammt der folgende in der Datenschleuder erschienene Artikel über das Easterhegg 2008.
Das Easterhegg ist eine CCC-Veranstaltung mit Teilnehmerzahlen um die 250 Leute. Wie der Name nahelegt, findet das Easterhegg jedes Jahr über die Ostertage statt. Die Ortsangabe ist nicht so einfach, denn der Ort wechselt. In den ungeraden Jahren steht die Antwort fest: Hamburg. In den geraden Jahren "wandert" das Easterhegg. Veranstalter waren schon die CCC-Gruppen in Düsseldorf, München und Wien. Dieses Jahr reiht sich Köln ein. Ein schöner Grund, Deutschland und seine Nachbarstaaten zu bereisen.
Laut älteren Clubmitgliedern ist das Easterhegg heute so, wie die Congresse früher mal waren: entspannt, eher familiär, man kennt sich. Der Nostalgiefaktor wird dadurch unterstützt, daß die Hamburger Easterheggs in demselben Gebäude stattfinden, in dem von 1984 bis 1997 die Congresse stattfanden. So haben auch Nachwuchs-Chaoten die Chance, den Congress-Anfängen nachzuspüren.
Die CCCler MiGri, Pirx und sz hatten die Idee zum Easterhegg Mitte 2000. Die drei waren nicht nur im CCC, sondern auch als Funkamateure aktiv. Da sich der Congress von "eher Workshops" zu "viele Vorträge" entwickelt hatte, war der passende Rahmen für ihre Funk-Workshops weggefallen. Funkwissen läßt sich schlecht als Vortrag vermitteln.
Der Hamburger Erfa, dem sie angehörten, hatte schon länger über eine "Family-Party" nachgedacht, nachdem 1998 der Congress nach Berlin umgezogen war. Die Idee des Easterheggs fiel also auf organisationsfreudigen Boden. Schon im nächsten Frühjahr war es soweit: 2001 fand das allererste Easterhegg statt, mit dem Fokus "Funken und WLAN".
Das Easterhegg war zunächst als einmalige Veranstaltung geplant. Der Erfolg war jedoch so groß, daß von mehreren Seiten eine Wiederholung gewünscht wurde. Als dann noch der Düsseldorfer Chaot Pylon fragte, ob das Easterhegg in Hamburg bleiben würde oder vielleicht auch woanders stattfinden könnte, wurde prompt Düsseldorf als nächstjähriger Veranstalter auserkoren. Aufgrund guter Zurede durch Wau Holland nahm Düsseldorf an. Heute ist das Chaosdorf schon lange Erfa-Kreis, aber damals war es noch ein Treffen Interessierter. Insofern hatte das Easterhegg vereinsstiftende Wirkung.
Noch immer wird der Veranstaltungsort der geradjährigen Treffen auf der Abschlußveranstaltung der Hamburger Easterheggs bekanntgegeben. Allerdings muß man sich inzwischen bewerben, wenn man ein Easterhegg austragen möchte.
Für 2008 bekam Köln den Zuschlag und lud vom 21. bis 24. März zum Easterhegg in die Domstadt ein.
Veranstaltungsort war das Bürgerzentrum Stollwerck, früher eine Schokoladenfabrik, im Süden der Kölner Innenstadt, also leicht erreichbar. Dort konnte erfolgreich die nötige Infrastruktur errichtet werden, die bisweilen den Internetprovider etwas überforderte, weshalb zwischenzeitlich mit UMTS ausgeholfen werden musste. Zahlreiche Arbeitsgruppen und Vorträge füllten die kleineren Veranstaltungsräume: neben technischen und gesellschaftlichen Themen gab es sogar praktischen Erfahrungsaustausch für Stricker und solche, die es werden wollten, und über den Anbau von Pflanzen mit Hightech-Methoden im heimischen Hobbykeller.
Der große Saal des Stollwercks war ein riesiges Hackcenter, das gleichzeitig als zentraler Kommunikationsraum diente. Hier konnte man immer wieder alte und neue Freunde antreffen oder etwas abseits vom Trubel auf den Emporen chillen (und trotzdem nichts verpassen). Hier fand sich auch die zentrale Getränkeversorgung und das immerwährende Frühstück. Insgesamt erinnerte das Easterhegg in Köln schon sehr an einen Congress, zwar noch familiär, aber schon in einem größeren Rahmen. Köln ist sicher ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung nerdspezifischer Veranstaltungen. Vielleicht treffen wir uns ja in Zukunft öfter in der Domstadt.